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HD–Audio–FAQ

Seit dem ersten Mehrkanal–Tonformat bis hin zu heutigen Standards, wie DTS–HD Master, häufen sich die Fragen, da die Technik ja bekanntlich nicht ganz so leicht zu verstehen ist, wie die gute, alte Stereo–Wiedergabe. Aus diesem Grund bietet HiFi–Online.net Ihnen hier die zehn häufigsten Fragen und Antworten zu den hochauflösenden, digitalen Tonformaten.


  1. Welche Mehrkanal–Tonformate existieren eigentlich?
    Neben den bereits etwas älteren Super–Audio–CDs (SACDs) gibt es DVD–Audio (DVD–A) und auf DTS–Formaten basierende DVDs. Des weiteren sind mehr–kanalige Musikaufnahmen in Dolby–Digital–Formaten, wie Dolby True–HD, bereits am Markt etabliert und liefern zu den hochauflösenden Bildern der Blu–Ray den dazugehörigen hochauflösenden Sound.



  2. Was hat es mit der SACD auf sich?
    Die SACD ist ein gemeinsam von Sony und Philips entwickeltes Aufnahme– und Wiedergabesystem für Musik, das als potenzieller Nachfolger der CD entwickelt wurde. SACDs arbeiten mit einer Samplingrate von 2,8224 MHz, d. h. 64–mal soviel wie die einer CD sowie einem Frequenzumfang von 100 kHz und einem Dynamikumfang von 120 dB. Ein Vorteil gegenüber der CD ist die 6–fach höhere Speicherkapazität, was bedeutet, dass mehr Musik auf eine "Scheibe" passt. Spielt man SACDs auf normalen CD–Playern ab, so hat man den Klang nur in herkömmlicher CD–Qualität. Um den vorhandenen Kopierschutz zu umgehen, benötigt man einen entsprechenden, zertifizierten SACD–Player.



  3. Was hat es mit der DVD–A auf sich?
    Eine DVD–A ist eine Abwandlung der eigentlichen DVD und kann aus diesem Grund auch Standbilder und Videosequenzen beinhalten. Doch wäre das der Fall, würde die DVD–A nur eine Bandbreite von 6,144 MB/s für Toninformationen zur Verfügung stellen, was sie dann wieder zu einer herkömmlichen Film–DVD machen würde. Da es sich aber um eine reine Musik–DVD handelt und kein Filmmaterial vorhanden ist, erhöht sich die Bandbreite für Toninformationen auf 9,8 MB/s! Diese Musik kann dann über den CD–kompatiblen, zweikanaligen PCM–Format sowie über ein speziell von Dolby entwickeltes verlustfreies MLP–Format (Meridian Lossless Packaging) als 5.1–Sound wiedergegeben werden. Des weiteren bietet die DVD–A eine Samplingfrequenz von 96 kHz sowie eine 256–fach höhere Quantisierung, welche angibt, wie viele unterschiedliche digitale Werte ein analoges Signal umwandelt. Aber ebenso wie bei der SACD ist hier auch ein spezieller DVD–A–Player notwendig.



  4. Was brauche Ich nun, um SACDs oder DVD–A abzuspielen?
    In allererster Linie den bereits angesprochenen Player. Dieser sollte einen integrierten Dekoder für das MLP– und SACD–Format bieten, welcher die Kanäle einzelnd und analog an einen Receiver weiterleitet, der über einen 5.1–Eingang verfügen muss. Handelt es sich nur um einen Stereo–Receiver wird ein herkömmliches Stereosignal wiedergegeben – und das ist ja nicht Sinn der Sache! Teurere Geräte bieten hier eine komplett digitale Schnittstelle zur unverfälschten Übermittlung von Signalen – diese muss aber verschlüsselt und von den Lizenzgebern zertifiziert sein!



  5. Welche Vor– und Nachteile ergeben sich bei der Verwendung von DTS–Musik–DVDs?
    Der große Vorteil dieser Scheiben ist die hohe Kompatibilität mit Heimkino–Systemen. Nahezu jeder AV–Receiver und DVD–Player besitzt einen integrierten DTS–Dekoder – somit kann man die Disk sofort abspielen! Der Nachteil ist allerdings, dass die Wiedergabe zwar mehrkanalig, aber qualitativ nicht hochwertiger als bei MLP und SACD ist!



  6. Was soll das mit dem analogen Signal–Transfer?
    Der Grund für diese Krücke war das Bedenken der Musikindustrie hinsichtlich der perfekten digitalen Kopie eines illegalen Ursprungs. Jedoch gab es bereits nach einiger Zeit eine volldigitale Lösung: i.Link! i.Link ist eine von Apple entwickelte Schnittstelle, die auch als Firewire bekannt ist! Weiterhin gibt es eine sog. proprietäre Verbindung, die dem Receiver das unverfälschte Digitalsignal komplett unverschlüsselt übergibt! Neben der Signalproblematik ist die analoge Lösung auch wegen der doppelten Arbeit bei der Programmierung des internen Dekoders auf die Lautsprecherkonfiguration nervig. Bei der digitalen Übermittlung muss sich darum lediglich der AV–Receiver kümmern.



  7. Wie sieht für die Mehrkanal–Wiedergabe die perfekte Lautsprecher–Aufstellung aus?
    Für Mehrkanal–Ton nach dem SACD–Standard sollten alle fünf Lautsprecher eines Heimkino–Systems kreisförmig um die Hörposition herum aufgestellt und direkt auf den Zuhörer ausgerichtet sein. Der Subwoofer hingegen kann weitgehend frei platziert werden, da das menschliche Gehör die tiefen Frequenzen nicht orten kann.



  8. Widerspricht das nicht der korrekten Dolby–Digital–Aufstellung?
    Das ist gut möglich! Besonders die Surroundlautsprecher stehen hier ja auf unterschiedlichen Positionen. Einige Receiver–Hersteller bieten aus diesem Grund an, ein zweites Paar Surround–Lautsprecher zu kaufen, die sog. B–Surrounds.



  9. Eignen sich eigentlich Dipol–Surround–Lautsprecher für die mehrkanalige Wiedergabe?
    In den meisten Fällen nicht. Besteht die Möglichkeit, sie auf einen Direktstrahler–Betrieb umzustellen ist dies allerdings möglich. Ansonsten muss ein zweites Boxenpaar nur für den Musikbetrieb angeschafft werden.



  10. Eignet sich Bi–Wiring für häufiges Musikhören?
    Bi–Wiring eignet sich gut. Anders als bei Filmsound, bei dem sich ständig viele Geräusche überlagern, schlüsselt das Ohr bei Musikwahrnehmung im Stereo–Betrieb die Frequenzbereiche sehr viel deutlicher auf. Die Signalverfälschungen, die durch den Tieftonbereich über induktive Wirkungen im Kabel auftreten, sind deshalb ausgeprägter wahrzunehmen. Musik unterscheidet oftmals auch bei der Qualität der Lautsprecher die Männer von den Jungs!

 

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