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Monatslautsprecher 2004
 

April | Mai | Juni | Juli | August | September  / Oktober | November | Dezember

 

April

Canton Reference 6 DC - 4.400 Euro

Glauben Sie, ein Automobil mit zwei Litern Hubraum kann die gleiche Leistung erbringen wie die Fünf-Liter-Variante? Undenkbar? Vielleicht in der Welt der schnellen Flitzer.

Die Ingenieure von Canton indes greifen nach dem scheinbar Unmöglichen. Ihre wohnzimmerfreundliche Karat Reference 6 DC beansprucht gerade 62 Liter Raum-Volumen. Dennoch soll sie Klangleistung und Bandbreite der großen Schwester Reference 2 DC – ich spreche von 153 Litern Volumen, also über den Faktor 2,5 – bei minimal geringerem Endschalldruck realisieren.

Werden da mal eben die Gesetze der Physik aus den Angeln gehoben? Nein, das klappt auch mit der Reference 6 DC nicht. Aber Canton baut ihr sozusagen einen Turbo-Lader ein.

canton reference 6 dc

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Mai

Wilson Audio Alexandria 2 - 140.000 Euro

Wilson baut den teuersten Serien-Lautsprecher der Welt ... und den Besten!

Vorneweg das Leistungs-Versprechen â?? mit voller Garantie und einer Laufzeit, die mindestens ein Leben lang währt: Sie löschen das Licht und setzen sich hin – am besten auf den Platz, auf den hin ein Herr namens Peter Mc Grath oder Wolfgang Linhard die Wilson Audio Alexandria X2 optimiert hat.

Trotz völliger Dunkelheit werden Sie binnen Sekunden die Augen schließen – wenn Musik spielt, die Sie mögen. Musik, die Sie in Ihrem Leben begleitet hat – die Ihnen etwas sagt, etwas bringt. Sie erfahren diese Klänge neu. Sie werden sagen, wenn Sie den Raum wieder verlassen, dass Sie in Ihrem ganzen Leben noch nie so gut Musik gehört haben.

Die Wilson Audio Alexandria X2 schlägt nicht ein neues Kapitel in der HiFi-Geschichte auf, und sie ist kein Meilenstein. All diese Sprachhülsen können nicht annähernd umschreiben, was sich binnen der letzten Wochen
in den Stuttgarter Redaktions- und Hörräumen ereignete. Denn die Alexandria stellt alles bisher Entwickelte akustisch ins Abseits.

wilson audio alexandria 2

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Juni

Zwei Lautsprecher um 6.000 Euro

Dali Helicon 800 und Revel Performa F 32: Schallwandler für Musik-Gourmets.

Wenn Boxenentwickler wie Kevin Voecks (Revel) oder Lars Worre (Dali) in ihren Hexenküchen über Rezepten für maximale Hörfreuden brüten, darf man gespannt sein. Voecks nennt seine neue Kreation schlicht F 32 (5800 Euro), Worre mag's blumiger und tauft seinen Lautsprecher Helicon 800 (6000 Euro).

Aüßerlich beeindruckt die Revel mit klarer Linienführung, das trapezförmige Gehäuse verhilft ihr optisch zu einer gewissen Leichtigkeit, die der Vorgängerin F 30 abging. Die Dali wirkt dominanter. Auch ihr Korpus verjüngt sich nach hinten, doch nicht linear wie das Gehäuse der Revel, sondern soft geschwungen. Maßnahmen, die dem Auge schmeicheln, in erster Linie aber der Stabilität des Kabinetts zuträglich sein sollen. Die edle Furnierung der Helicon rundet die angenehme Erscheinung stilvoll ab.

In der Entwicklungsphase stand für Dali die Praxistauglichkeit ganz oben im Pflichtenheft. So sollen bereits kleine, feine Amps der Helicon 800 edle Klänge entlocken. Die im Messlabor ermittelte AK von 54 ist moderat (je niedriger die AK, umso weniger Ansprüche stellt die Box an den Verstärker), das Impedanzminimum liegt nur knapp unterhalb von vier Ohm. Der über den gesamten Frequenzbereich recht lineare Impedanz- und Phasenverlauf zeigt, dass Worre und sein Team ganze Arbeit leisteten. An der 800er wird sich unter elektrischen Gesichtspunkten jeder handelsübliche Verstärker wohl fühlen.

Die Revel Performa F 32 mag's dagegen gut gewürzt. Damit sie zu Topform aufläuft, sollte man ihr agile, Watt-potente Amps spendieren. Ihre Impedanz sinkt unter die Drei-Ohm-Marke, hier bieten sich laststabile Verstärker als ideale Partner an.

Revel Performa F 32

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Juli

Fünf Standlautsprecher ab 5.500 Euro

Individualität und Prestige versprechen diese fünf exquisiten Schallwandler.

Avalon Ascendant, um 12750 Euro
Linn Akurate 242, um 8200 Euro
Elac FS 608-4, um 7000 Euro
Piega P 5 Ltd MK 2, um 7300 Euro
Thiel CS 2.4, ab 5500 Euro

Wie teuer muss Wohlklang sein? Hier wollen und müssen Hersteller nicht nur beweisen, dass sie in puncto Klang ihr Metier bestens beherrschen - wer viel Geld in einen Top-Lautsprecher investiert, der erwartet auch Individualität, Nimbus, den Glanz des Außergewöhnlichen.

Ein Hersteller wie Avalon muss sich um den Ruf nicht sorgen, seit vielen Jahren strahlt der Stern des Amerikaners Neil Patel und seiner Firma hell am Boxenhimmel. Gleiches gilt für Jim Thiel. Weitere Anbieter, die zu diesem erlauchten Kreis gehören wollen, offerieren Gebinde feinster eigenständiger Technologie, wie etwa Elac mit dem einzigartigen rundumstrahlenden Bändchen-Hochtöner 4, Linn mit einer unkonventionellen Treiberanordnung oder Piega mit einem spektakulären Koaxial-Chassis.

Derlei Entwicklungstiefe findet sich nicht in der Stapelecke eines Fachmarktes. Doch stehen Preis und Gegenwert in einer vernünftigen Relation?

elac fs 608

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August

Audiodata Avancé - 9.000 Euro

Dieser Top-Lautsprecher aus Deutschland ist Weltklasse.

Peter Schippers, Boss von Audiodata, wollte den analytischen, strukturierten, neutralen Klang seiner Kompaktbox Petite in eine große Standbox transferieren. Die athletischen Petite-Tugenden sollen in der neuen Avancé erhalten bleiben und verschmelzen mit tiefstem Fundament und Muskelkraft.

Oft scheitert so ein Ansinnen. Denn mehr Korpus geht fast immer mit mehr Eigenklang einher. Den Zugewinn an Bass und grobdynamischen Fähigkeiten erkaufen sich viele Hersteller mit einem Verlust an Präzision und Neutralität. Technologisch basiert die Avancé weder auf der Vorgängerin Elance, noch ist sie ein kleinerer Abkömmling der Audiodata-Topbox Sculpture kein "Downsizing" also, dem viele Anbieter frönen, um die Ingredienzen ihrer Spitzenmodelle in preiswertere Lautsprecher umzubrechen.

Nein, dem Aachener Schippers hat's das koaxiale Prinzip angetan. Genau jenes verhalf der Petite im Verbund mit gekonnter Abstimmung zu höchsten Weihen, schleuderte die Box in Klangregionen, die bisher weit gehend den Edel-Kompakten illustrer Hersteller wie B&W oder Dynaudio vorbehalten waren. Obendrein ist das Styling der Petite ein Volltreffer. Gute Gründe für Schippers, bei der Avancé auf "Upsizing" zu setzen. Optisch ist ihm das schon mal perfekt gelungen. Die Neue ist schick, richtig schick - und das trotz ihrer Größe. Immerhin ragt sie eineinviertel Meter in den Himmel.

audiodata avance

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September / Oktober

Die besten Lautsprecher ab 2.500 Euro

DynAudio Audience 72 SE, 2500 Euro / Audio Physic Tempo, 3000 Euro / Isophon Corvara, 3000 Euro / Mains LE 18 ST 3 HE, 4200 Euro / Focal Electra 937 BE, 6300 Euro


Hier kommen die Gipfelstürmer zum Zuge. Die Testjury hat hier die Messlatte entsprechend hoch angelegt und die Modelle, auch was den Preis angeht, ohne jeden Vorbehalt ausgewählt. So spannt sich der Bogen diesmal von 2000 Euro pro Paar bis zu schier unfassbaren 140000 Euro.
Zu dem erlauchten Preis der Siegertypen kommen gesellen sich fünf neue Probanden. Von Audio Physics kommt eine völlig neu entwickelte Version des Klassikers Tempo, DynAudio schickt die mit dem ultrafeinen Esotec-Tweeter bestückte Audience 72 SE ins Rennen, Focal die in der Auflage limitierte Electra 937 mit noblem Beryllium-Hochtöner, und Isophon macht mit einer neuen Serie von sich reden - die Covara trumpft mit ungewöhnlichen Technischen Lösungen auf.
Erwartet der Audiophile von diesen Herstellern schon Top-Leistung, so darf er auf die Mains LE 18 ST 3 HE besonders gespannt sein. Denn hier wagt sich ein echter Newcomer an den Start und will in luftige Klanghöhen streben.

DynAudio Audience 72 SE

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November

Vier Kompaktboxen ab 160 Euro

CantonLE 120, um 260 Euro
Heco Vitas 300, um 160 Euro
Infinity Primus 150, um 250 Euro
Nubert Nubox 310, um 260 Euro

Boxen zum freundlichen Preis können viel Freude an der Musik bereiten. Die neue Garde aus dieser Region verspricht noch mehr Kultiviertheit. Schließlich werben immer mehr renommierte Hersteller mit dem Einsatz neuer Simulations- und Messverfahren, die auch günstigen Lautsprechern mehr mit Know-how als mit teuren Materialschlachten Verzerrungen austreiben. Äußerlich mögen Boxen und Membranen aussehen wie vor 20 Jahren, technisch haben viele mit den Urahnen so viel zu tun wie ein Golf I mit einem Golf V. Den Status quo der erschwinglichen Boxen belegen die neuen Modelle von Canton, Heco, Infinity und Nubert, die zu den preiswertesten Offerten von Markenherstellern zählen.

Nubert NuBox 310

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Dezember

B&W Nautilus 802 D

Die Neuauflage der bekannten Nautilus aus dem Hause B&W!

B&W Nautilus 802

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