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Monatslautsprecher 2006
 

Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

 

Januar

Pioneer TAD S-1 EX für 7600 Euro

Eine Luxus-Boxenserie soll Pioneer in den High-End-Adel erheben!

Pioneer gönnt sich einen "Think Tank". Und was zapft man da so in der Regel? Super, Diesel, bleifrei, Gedanken?

Falsch herum gefragt: Ein Think Tank wird mit viel Bargeld betankt, der Motor springt dann langsam an und generiert, rein ökologisch, neue Ideen, deren Größe freilich schwanken kann. Nicht jeder Think Tank gebiert Geniestreiche.

Also eine Geldverbrennungs-Maschine mit eher mäßigem Wirkungsgrad? Sagen wir's so: Am besten stellt man sich das Ganze vor wie die Zusammenrottung der Wirtschaftsweisen oder manchen Aufsichtsrat. Aufmerksam wird man auf einen Think Tank also entweder durch eine kryptische Prophezeiung oder einen ausgewachsenen Skandal.

Pioneer hat pünktlich zur IFA beides vollbracht: ein skandalös unbekanntes Lautsprecher-Set, an dem "Überraschung" nirgends der Schriftzug Pioneer prangt. Fast eine No-Name-Sphinx.

Angenommen, in 3000 Jahren würden Archäologen diese Lautsprecher ausgraben: Sie würden recht schnell ein Konzept der damaligen High-End-Klasse erkennen. Die charakteristische Wölbung ...

Pioneer TAD S-1 EX

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Februar

Tannoy Fusion 4

Die Tannoy Fusion macht ordentlich Tempo und verspricht packenden Sound für nur 600 Euro!

Ein schlichtes, fein gearbeitetes Folienkleid, der eher gewöhnlich geformte Korpus - die Kräfte, die in der Box schlummern, sieht man nicht auf den ersten Blick.

Was diese Tannoy aber für 600 Euro akustisch auf die Beine stellt, verdient Respekt. Die Fusion 4 prescht, galoppiert förmlich los, legt ein hohes Tempo vor. Schnell wird klar: Sanft einlullender, gemächlicher Sound ist nicht ihre Sache.

Zutaten, die den spritzig-dynamischen Klang befördern, sind beispielsweise zwei 17-Zentimeter-Tieftöner mit beschichteten Papiermembranen. Papier ist vorteilhaft leicht, preiswert und â?? zu einem Konus geformt - auch sehr stabil.

tannoy fusion 4

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März

B&W N 803 S und N 803 D

B&W N 803 S, ca. 5.500 Euro | B&W N 803 D, ca. 8.000 Euro

Steht ein Produktname stellvertretend für eine ganze Gattung, so darf sich der Hersteller zu den wirklich Großen zählen.

Wir wissen: Die Marke Tesa steht für Klebeband, Nutella für kalorienreiche Nuss-Nougat-Creme â?? und Nautilus steht für Lautsprecher. Die 800er-Serie von B&W ist die erfolgreichste Boxen-Linie im Premium-Segment seit der Erfindung des elektrodynamischen Schallwandlers.

Um besser zu sein als andere, bestückten die Briten beide 803-Modelle mit allem, was gut, die D-Variante mit allem, was gut und teuer ist ...

b&w 803 d

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April

Burmester B 100

Für ca. 55.000 Euro bietet Burmester bietet Burmester einen Lautsprecher mit einer ungemein druckvollen und maskulinen Performance!

Muhammad Ali taumelte. Über sieben Runden prügelte George Foreman auf den scheinbar müden Ali ein. Was keiner der schreienden Zuschauer hören konnte â?? Ali flüsterte beständig in Foremans Ohr: "Ist das alles, was du hast - George"? Eine hochriskante Taktik, die jedoch belohnt wurde. In Runde acht streckte Ali seinen Gegner zu Boden.

So geschehen im Herbst des Jahres 1974 beim berühmten "Rumble In The Jungle" in Kinshasa. Die Moral von der Geschicht: Einstecken gehört zum Handwerk. Im Boxen wie bei den Boxen.

Dieter Burmester musste während unseres Hörtests auch einiges einstecken. Sein neuer Top-Lautsprecher B 100 polarisiert, holt dann aber im überraschenden Moment zum linken Aufwärtshaken aus.

Runde eins: Auf der HIGH END-Messe 2005 zu München hatte Dieter Burmester ein erstes Exemplar erklingen lassen - was einer Initialzündung gleichkam. AUDIO verlieh damals den Titel "Best Sound Of The Show", und im World Wide Web überboten sich "Insider" mit Kommentaren und Lob, in allen Sprachen des Erdballs ...

burmester b 100

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Mai

KEF Cresta 1, 2 & 3

Die Wiederbelebung einer erfolgreichen Boxenserie mit einer dicken Überraschung!

Was ist nur los mit dem britischen Empire? Seit die einstigen Herrscher der Meere ihre boomende Kronkolonie Hongkong an China zurückgegeben haben, ist ihnen alles zuzutrauen.

Jüngstes Beispiel für Englands Öffnung zum Osten: KEF, gegründet als Kent Engineering & Foundry, lässt die überaus erfolgreiche Cresta-Serie in limitierter Auflage in China zusammenbauen, um einen besonders geizvollen Preis zu erzielen.

Um Technologieklau nach Vorbild der in ihrer deutschen Heimat ungeliebten Magnetschwebebahn Transrapid, die in China gerade ihren großen Auftritt genießt, braucht sich KEF aus zweierlei Gründen keine Sorgen zu machen. Erstens gehört das 1961 in der Nähe von Maidstone gegründete Traditionsunternehmen seit geraumer Zeit ohnehin einem chinesischen Investor. Zweitens zählen die Ende der 90er vorgestellten Cresta 1, 2 und 3 zu den Auslaufmodellen im Programm.

Eine klassische Win-Win-Situation, die preisbewussten HiFi-Fans einen hohen Gegenwert fürs Gesparte verheißt ...

kef cresta

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Juni

Sonics Passion

Sonics' Angriff mit dem neuen Flagschiff - der Passion!

Schlichte, gedrungene, nicht unbedingt hübsche Kisten mit zwei Treibern drin - nach diesem uralten, aber nur auf den ersten Blick einfach wirkenden Rezept hat Sonics-Chef Joachim Gerhard schon zweimal für Furore gesorgt: mit dem 1200-Euro-Klangwunder Argenta und der nochmals erheblich stärkeren Arkadia (2400 Euro).

Kein kompliziertes Gehäusedesign treibt die Fertigungskosten der Sonics-Schwestern hoch, weder Wunder-Bauteile noch teure Marketing-Dampfmaschinen saugen an der Kalkulation. Der Meister spart sogar mit Worten: Ach was, alles halb so wild, das ist halt so, wenn man das richtige Filter nimmt. Doch nichts Übernatürliches? Wer manche seiner Kollegen kennt, ist fast enttäuscht. Wo bleiben Weihrauch und Verklärung?

Gerhards Flaggschiff sieht immerhin mal wild aus. Das Rückgrat eines Sauriers. Die Passion, einzige Box im Sonics-Reich, deren Name nicht mit A beginnt, tanzt auch technisch aus der Reihe. Vorbildlich homogenes Abstrahlverhalten und hochpräzise Durchzeichnung - die Leitmotive aller Sonics-Konstruktionen - sollen auch die Passion auszeichnen, nur in nunmehr gigantischem Maßstab.

sonics passion

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Juli

Infinity Cascade

Die Cascade-Serie von Ininity soll ein deutliches Zeichen in der gehobenen Surround-Klasse setzen!

Einst stand Infinity für amerikanische Boxen-Boliden der Schwergewichtsklasse. Schallwände wie die unvergessenen IRS Beta dominierten die Bestenlisten der 70er und 80er Jahre. Sie verschlangen deutlich fünfstellige DM-Beträge und nahmen rein optisch den ganzen Raum ein.

Mit dem Cascade-Set für den vergleichsweise moderaten Preis von 4300 Euro zielt Infinity im 21. Jahrhundert weniger auf die Referenzklasse als auf aktuelle Flachbildschirme. Denen möchten die Amerikaner mit Model Nine, Seven, Three C und dem Woofer Model Twelve eine ebenso zünftige wie schicke Heimkino-Beschallung zur Seite stellen.

Referenz-verdächtig sind die Technik-Kürzel, die in der ausführlichen Dokumentation zur Serie so zahlreich auftauchen wie seinerzeit Bändchenhochtöner in der IRS Beta.

Hier feiert das Marketing den Triumph der neuen MRS-(Maximum Radiating Surface-)Flachmembran-Wandler über die CC, die "conventional cones", unter Zuhilfenahme der firmeneigenen EMIT-(Electromagnetic Induction Tweeter-) und EMIM-(EMI Midrange-)Technologie.

Auf Deutsch: Infinity kreuzte sein Wissen in Sachen Folien-Flachmembran aus den elektromagnetischen Induktionswandlern glorreicher Tage mit konventioneller Chassistechnik.

infinity cascade

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August

Elac FS 127

920 Euro für ein paar performancestarke Lautsprecher von Elac!

Ob Heldentenor, Schauspieler oder Musiker - die Bretter, die die Welt bedeuten, erreichen sie alle nur über hohe Hürden, eine davon ist die Bühnen-Reifeprüfung.

Für Lautsprecher gibt es solch ein Examen bislang nicht. Dabei ist es schließlich eine hohe Kunst, Vokalisten und Instrumentalisten vom Tonträger glaubwürdig in Wohnräume zu projizieren, ihnen Räumlichkeit und Ortbarkeit zu verleihen.

Mit ihrer gebürsteten silbernen Außenhaut und der auf Hochglanz lackierten Schallwand gibt die Elac FS 127 in puncto Gestaltung eine neue Richtung vor. Wer es noch glänzender will, ordert sie in lackiertem Kirschholz, wer es dagegen lieber matt mag, in Graphit-Farbe.

elac fs 127

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September

Mission M 33i

Im HiFi-Bereich sind es meist die technischen Feinheiten, die Detaillösungen, die dem potenziellen Käufern hohe Klangqualität versprechen sollen: exotische Membranmaterialien, aufwändige Bi-Wiring-Terminals und rund geformte Boxengehäuse.

Aber wie ein Lautsprecher abgestimmt ist, ob er neutral tönt, sieht man ihm nicht an.

Doch das Gehäuse der Mission M 33i glänzt mit verrundeter Schallwand und befüllbarer Ballast-Kammer.

mission m 33i

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Oktober

Isophon Arabba

32.900 Euro für blitzsaubere Wiedergaben von Konzertpegeln!

Sie fragen sich sicherlich: "High-End und Rockkonzerte - ein Widerspruch?". Eigentlich ja: Enge, Biergeruch und Lautstärken über der Schmerzschwelle passen nicht zum audiophilen, andächtigen Musikhören.

Ein echter Hörgenuss ist es zudem in den seltensten Fällen - selbst wenn der Sound ausgewogen gemischt ist, kann er kreischen, verzerren, ja buchstäblich im Ohr weh tun. Gerade bei einigen PA-Konzepten.

Aber viele kennen das Syndrom, wenn man die Musik mal lauter hören will - gerade bei Musik, die Schalldruck braucht, um das Hörvergnügen zu steigern. Dann sollte der Klang aber bitte so klar und unverzerrt sein wie Zimmerlautstärke.

Nun fragen Sie sich bestimmt erneut: Das kann kein Lautsprecher? "Ja doch", sagt der Isophon-Chef Dr. Roland Gauder. Seine neue Arabba tritt mit dem Anspruch an, auch jenseits normaler Abhörpegel und in enorm großen Räumen die Ohren zu verwöhnen.

Die Zeiten der eigenen Chassis im Spitzenmodell sind vorbei - Isophon greift für die Arabba ins Regal des Herstellers Thiel. Gleich drei Tieftöner mit 22 Zentimetern Durchmesser spendiert Gauder der Box.

isophon arabba

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November

JBL Array 1000

JBL begeistert die HiFi-Welt mit einem neuen Hornlautsprecher!

Hornlautsprecher - viele High-Endler schwören auf diese Technik und sind begeistert vom Klang - zurecht. Dabei zählen ihre klassischen Stärken heute nicht mehr viel: Hoher Wirkungsgrad ist im Zeitalter leistungsstarker Amps kaum mehr notwendig, laut und sauber spielen auch einige direktstrahlende Lautsprecher.

Doch die Wunderwaffe der Hörner ist die Abstrahlung: Sie bünden den Schall deutlich stärker als konventionelle Konstruktionen und können damit auch in sehr halligeren Räumen und bei größeren Abständen von der Anlage zum Hörer noch direkt und ohne übertriebenen Hall reproduzieren.

Doch diesen Vorteil erkaufte man sich immer mit mehr oder minder starken Verfärbungen - bis heute. JBL fordert ausgerechnet mit Hörnern in der neuen Array-Serie die neutralsten Lautsprecher der Welt heraus.

jbl array 1000

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Dezember

Teufel Theater LT 7

Die LT 7 von Teufel (ab 5.000 Euro) löst die Probleme des Kabelsalates!

Schwierige Räume sind für diesen Lautsprecher kein Problem, denn sie läuft komplett ohne Kabel!
Fragen Sie sich doch selbst einmal, wie oft es vorkam, dass Sie schonmal über die Kabel von Ihrer 5.1-Anlage gestolpert sind? Oder haben Sie wegen der vielen Kabel "nur" Stereo? Ganz egal, welche Art vorliegt, wer will schon überall im Wohnzimmer viele Kabel liegen haben?

Die Lösung könnte "Funk" heißen - darauf sind ja schon einige Hersteller gekommen. Dank modernster Digitaltechnik funktioniert die Drahtlos-Übertragung mittlerweile auch rausch- und störungsfrei.

Aber selbst wenn dies funktioniert ergibt sich doch meist noch ein Problem: Jeder Funklautsprecher braucht Strom - und - nicht in jeder Ecke des Raumes ist eine Steckdose...

Der Lautsprecherhersteller Teufel verspricht eine Lösung all dieser Probleme: ein vollwertiges Heimkino-System, in dem die Standboxen mit Funk-Übertragung und Batteriebetrieb arbeiten - ganz ohne Kabel!

teufel theater lt 7

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